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Schön Reden
#10
Martin Reinl, Puppenmeister
1 Std 40 Min 10 Sek | 91.7 MB

Martin Reinl ist der umtriebigste Puppenspieler im deutschen Fernsehen. Sein Hund Wiwaldi, bekannt aus der Sendung „Zimmer Frei“, hat mittlerweile seine eigene Late Night Show im WDR. Seine Babys Kalle & Ralle brachten die Oliver Pocher Show durcheinander, und sein Haselhörnchen hat in der gleichnamigen Serie auf Super RTL Millionen Kinder anarchisch unterhalten. Das verhuschte „alte Zirkuspferd“ ist die wohl rührendste Schöpfung aus seinem Puppen-Universum. Dass er nun auch noch bei der Sesamstraße mitmacht und die (in den USA viel bekanntere) Puppe Elmo spielt und synchronisiert, ist für ihn Ritterschlag und wahr gewordener Kindheitstraum. Am 20.12.2012 besuchte ich ihn im Studio seiner Produktionsfirma Big Smile Entertainment, und wir sprachen über Synchronisation, die Schwierigkeiten des Puppenspiels, „Zimmer Frei“, die Philosophie der Sesamstraße und einiges mehr.

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#9
Oliver Uschmann, Bestseller-Autor
1 Std 26 Min 56 Sek | 79.6 MB

Acht Bücher in nur acht Jahren – Oliver Uschmann schreibt wie ein Besessener. Sein erster Roman „Hartmut & ich“ verkaufte sich eine Million mal. Die Geschichten um die Bochumer Männer-WG (Hartmut ist Philosophie-Student, und „ich“ einfacher Hilfsjobber) verhandeln jedes Thema; Autor wie Protagonisten-Duo nehmen alles ernst, was ihnen im Leben begegnet, nicht nur das große Ganze, auch das kleine Teil im Baumarkt ist Ausdruck von Widersprüchlichkeit, hat Relevanz. Uschmann, Sozialphilosoph, Baumarkt-Intellektueller und Kafka-Spezialist,  hatte am 1. Juni 2012 einen Termin beim WDR und vorher einen mit mir im Haus seiner Schwiegermutter, die uns liebevoll bewirtet hat.
Danke, Frau Witt! Wir (Oliver und ich) sprachen über Männlichkeit, Spookyness der Provinz, privat und politisch konsequentes Handeln, Kafka und mehr. Hinweis: Wenn von Klagenfurt die Rede ist, meinen wir den Ingeborg-Bachmann-Preis für Literatur.

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#8
Volker Dehs, Jules-Verne-Biograph & Übersetzer
1 Std 30 Min 47 Sek | 98.4 MB

Science Fiction altert bekanntlich schnell. Und die Romane von Jules Verne sind in vielem nur noch putzig zu nennen. Seine Idee, Astronauten aus einem gusseinernen Kanonenrohr in den Weltraum zu schießen, wurde zum Glück für alle Beteiligten nie realisiert. Aber immerhin hatte Verne bereits errechnet, dass in den USA der beste Startpunkt für eine Mondreise in Florida liegen müsste – er hat seine Hausaufgaben gemacht. Trotzdem war Verne alles andere als ein technikbegeisterter Himmelsstürmer. So jedenfalls beschreibt ihn Volker Dehs, der sich mehr als die Hälfte seines Lebens mit Leben und Werk Jules Vernes beschäftigt hat und internationales Ansehen in Fachkreisen genießt. Zudem ist er ein alter Bekannter aus meiner Studienzeit, und so war es höchste Zeit, unter seiner Führung eine Reise zum Mittelpunkt der Verne’schen Ideen zu wagen. Wir sprachen über die Umbrüche im Frankreich des 19. Jhs.,  Vernes Anfänge als Theaterautor, seinen Konservatismus und seine Liebe zum Meer. Schließlich befragte ich Volker Dehs noch zu seiner Arbeitsweise und den außergewöhnlichen Umständen, unter denen seine erste Biographie erschien.

(Gast-Sprecher: Sebastian Rüger)

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#7
Im Nightwash-Tourbus: Doyle, Mockridge, Wenzel
1 Std 15 Min 26 Sek | 69.1 MB

Komiker reden bekanntlich viel. Sie reden auf der Bühne, hinter der Bühne, beim Filme gucken, auf dem Klo oder beim Schnackseln.

OK, aber was ist mit Schön Reden? So wie ich mir das vorstelle?  Es entstand dieses Experiment mit Komikern in freier Wildbahn, respektive im Tourbus auf dem Weg nach Gelsenkirchen. Wir sprachen über Humor vs. Moral, die Verantwortung des Komikers, ‘schlechtes’ Publikum u.v.m. Zu hören ist hier ein guter Querschnitt durch das Denken der Spezies Comedian. Zudem noch ein internationaler: John Doyle ist aus New Jersey, Luke Mockridge ist Spross einer deutsch-kanadischen Künstlerfamilie und Keirut Wenzel…kommt halt aus Bonn. Das Gespräch fand am 15.4.2011 statt, zu großen Teilen auf der A3.

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#6
Sabine Ziemke, Journalistin und TV-Moderatorin
1 Std 48 Min 25 Sek | 99.3 MB

“Gut, dass jeden Tag gerade so viel passiert wie in die Zeitung passt.” So schrieb sinngemäß Karl Valentin. Gute Frage eigentlich: Wer wählt nach welchen Kriterien aus, was in die Nachrichten-Sendung kommt und was nicht? Sabine Ziemke müsste die Antwort wissen, dachte ich mir. Sie moderiert die Lokalzeit Dortmund im WDR und ist obendrein mit mir zur Schule gegangen.

Großartig, wenn so ein Podcast alte Bekannte wieder zusammenführt: Sabine und ich hatten uns über 10 Jahre nicht mehr gesehen. In der Zwischenzeit hat sie unzählige Anmoderationen verfasst, Hunderte von Kleidungsstücken und MakeUps vor der Kamera getragen und alles interviewt, was sich im Raum Dortmund vor die Kamera traute. Diese Folge ist quasi ein akustischer Tag der Offenen Tür bei der Lokalzeit. Wie läuft so ein Tag in der Redaktion ab? Wie wird man eine gute Journalistin? Was ist das Schwerste an dem Beruf? Was haben die Redaktionen am 11. September getan? Was am Tag der Love Parade in Duisburg?

Und vieles mehr…

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#5
Hannes Loh, Lehrer und Ex-Anarcho-Rapper
1 Std 21 Min 47 Sek | 74.9 MB

Mein Geschichtslehrer war ein reaktionärer Sack mit Siegelring am Finger, der locker die Hälfte des Jahres bei Reserve-Manövern der Bundeswehr zubrachte. Gut so, da fiel sein langweiliger Unterricht aus. Das einzige in meinem Gedächtnis verbliebene Detail aus seinem Unterricht war die raffinierte Schlachtentaktik Hannibals gegen die Römer. Heute gibt es Schüler, nämlich die von Geschichtslehrer Hannes Loh, die sagen können: „Mein Lehrer hat n Buch über Hip Hop geschrieben. Und war als Rapper mit Anarchist Academy ne veritable Größe in der – was? – linksradikalen Musik-Szene? Donnerdoria! Dr. Specht kann einpacken.”  Tatsache ist, der Musik-Kapitalismus hat 1997 in Gestalt des Major Labels VIRGIN geholfen, solch pikante Zeilen wie „Kanther, wir sprengen nicht nur Abschiebeknäste!“ in Umlauf zu bringen. Die Freie Westliche Welt stand kurz vor dem Untergang, und keiner hat was gemerkt! Schon komisch, aber noch spannender fand ich die Frage, wie hedonistische Hip Hop Beats mit bierernster Antifa-Attitüde zusammenfanden.  Und was soll eigentlich Hip Hop? Und wo gibt es den noch?

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#4
Heinz Gröning, Comedian, Unglaublicher
1 Std 57 Min 24 Sek | 107.5 MB

Als Heinz Gröning, aka „Der Unglaubliche Heinz“ die Moderation der WDR TV-Sendung Fun(k)haus übernahm, war er schon 20 Jahre im Spaß-Geschäft. Die Wärme und Intensität, die er in einen Saal bringt, muss man live erlebt haben! Heinz Gröning und sein Publikum haben immer Hand in Hand und miteinander Spaß. Anders ist das Phänomen Heinz nicht zu denken. Seine Bühnensprache hat er dem Rockstar-Kult entlehnt. Er holt die Gitarre vom Ständer und bringt sie auch wieder zurück. Und aus dieser Parodie eines Kultes hat er einen eigenen, neuen und überaus sympathischen Kult gemacht. Da will man doch wissen (also ich wollte es jedenfalls wissen): “Wie wird man so unglaublich?” Am 10.Mai 2011 kam er zu uns auf die Terrasse und gab bei Kaffee und Kuchen bereitwillig Auskunft über die Anfänge als Straßenkünstler, die Rock-Metropole Emmerich, wichtige Karriere-Entscheidungen und das Leben mit 3 Kindern. Eine drängende Frage musste ich dem Ex-Mediziner natürlich auch noch stellen: Wie ist es, an einer Leiche herum zu schnippeln?

www.derunglaublicheheinz.de

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#3
Christoph Sieber, Kabarettist
2 Std 8 Min 37 Sek | 117.8 MB

Mal ohne Ironie: Christoph ist einer der großzügisten Schwaben, die ich kenne. Vor allem geizt er nicht mit Frohsinn. Trotzdem – und das macht den Kabarettisten aus – , geht er keiner brutalen Wahrheit aus dem Weg. Erst dann macht ja das Leben Spaß! Aus dem tiefsten Schwaben stammend, hat er jede Ecke Deutschlands bespaßt. Keine TV-Sendung und keine Kulturscheune, die Christoph Sieber nicht schon von innen gesehen hätte. Ob beim Kabarett-Frühschoppen in Unter-Brettlspitz oder bei Stefan Raab: Christoph hat die seltene Gabe, jedes Publikum in seinen Bann zu ziehen. Als studierter Pantomime kann er, wenn Worte nicht mehr ausreichen, auch seinen Körper sprechen lassen. Am 26. April sprach er mit mir – vorwiegend akustisch – über den unrühmlichen Streit zwischen Kabarett und Comedy, das Pantomime-Studium, Wut und Empörung, die “Wie-weit-darf-ich-gehen-Frage”, den Kopisten KaTe-zu-Hastenichgesehen, seine TV-Sendung “Spätschicht”, seine Anfänge, seinen neuen Job beim Fernsehen, und – seltsamerweise – ganz viel über den Tod.

Christoph Sieber Homepage

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#2
Manfred Maurenbrecher, Songwriter und Autor
1 Std 13 Min 30 Sek | 67.3 MB

Manfred Maurenbrecher ist mein persönlicher Favorit, wenn es um deutsche Songtexte geht. Er gewann 1991 den Deutschen Kleinkunstpreis in der Sparte Chanson. In den 80ern wurde er als Liedermacher einem größeren Publikum bekannt, und andere spielten seine Songs, darunter Spliff, Ulla Meinecke und Herrmann van Veen. 2010, zum 60sten Geburtstag, machten ihm Weggefährten und KollegInnen ein ziemlich ausgefallenes Geschenk: Auf dem 3er-Album „Maurenbrecher für alle“ finden sich 62 Maurenbrecher-Songs gesungen von Reinhard Mey, Heinz Rudolf Kunze, Konstantin Wecker, Sebastian Krämer, und vielen anderen. Am 2. April 2011 traf ich mich mit Manfred Maurenbrecher in Ratingen. Wir sprachen über seine Anfänge, das Musik-Business, politisches Songwriting, seine Drehbücher zu „Alarm für Cobra 11“ und vieles mehr.

Maurenbrechers Homepage

Mein derzeitiges Lieblingsalbum von ihm

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